Bewehrungstechnik
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HALFEN HIT Iso-Elements
Welche Informationen müssen für eine konkrete Bemessung von HALFEN HIT Iso-Elemente vorliegen?
Folgende Informationen müssen für die Bemessung der Balkonanschlüsse vorliegen:
- Geometrie des Anschlussbereiches (Decke, Balken etc.) – evtl. Schnitt durch diesen Anschluss
- Betonfestigkeitsklasse der Platten, decken- und balkonseitig
- Betonüberdeckung der Platten oder Angabe der Expositionsklassen, decken- und balkonseitig
- Lastangaben balkonseitig
- Ist Brandschutz erforderlich? Welche Brandschutzklasse?
- Werden Elementdecken angeordnet? Wo werden diese eingebaut (decken-/balkonseitig)?
Welche Lebensdauer haben unsere HALFEN HIT Iso-Elemente in Bezug auf den Einsatz von expandierten Polystyrol-Hartschaum (EPS)?
Styropor-Dämmsysteme werden seit 1954 erfolgreich im Bauwesen eingesetzt. Durch Langzeituntersuchungen wurde bestätigt, dass sich die physikalisch-technischen Eigenschaften von Styropor einschließlich der Abmessungen im Laufe der gesamten Lebensdauer von Bauwerken, die heute im allgemeinen mit mindestens 50 Jahren veranschlagt wird, nicht verändern. Die uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit von Styropor-Dämmsystemen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen ist somit für die gesamte Nutzungsdauer der Bauwerke gewährleistet. Unter natürlichen Bedingungen lässt sich eine Verrottung von EPS-Hartschaum nicht feststellen. Selbst äußere Einflüsse, wie z. B. Gülle, phosphatgedüngtes Erdreich, saurer Regen u. a., bleiben dabei ohne signifikante Wirkung.
Quelle: http://www.rigips.de/ps_daemmstoffe_eps_forschung_1.asp
Die eingesetzten Bewehrungsstäbe der HALFEN HIT Iso-Elemente werden entweder als Verbundstab (Bewehrungsstäbe kombiniert mit Verpressröhrchen) oder als abbrennstumpfgeschweißte Stäbe ausgeführt. Ist das Verfahren der Radialverpressung sicher? Welche maximalen Lasten kann ein Verbundstab tragen?
Die flachgepressten Röhrchen werden mittels einer Radialpresse kraftschlüssig mit den Bewehrungsstäben verpresst. Diese Verbindung unterliegt gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-15.7-238 für HALFEN HIT Iso-Elemente einer ständigen Qualitätskontrolle.
Die maximal übertragbare Kraft eines Verbundstabes definiert sich über die zulässige Stahlspannung des Bewehrungsstabes. Das Röhrchen ist für die Kraftübertragung nicht maßgebend. Kommt es bei einem Zugversagen zum Bruch der Konstruktion, wird der Verbundstab immer im Bereich der Bewehrungsstäbe nachgeben. Dies wurde in zahlreichen Test nachgewiesen und bestätigt.
Die eingesetzten Bewehrungsstäbe der HALFEN HIT Iso-Elemente werden entweder als Verbundstab (Bewehrungsstäbe kombiniert mit Verpressröhrchen) oder als abbrennstumpfgeschweißte Stäbe ausgeführt. Die zuletzt genanten Stäbe weisen eine verhältnismäßig starke Schweißnaht in der Mitte des Stabes auf. Was hat dies zu bedeuten?
Diese Schweißnaht entsteht durch das produktionsbedingte Zusammenfügen von Bewehrungsstäben. Hierfür werden die Stabenden stumpf mittels „Abrennstumpfschweißen“ miteinander verschweißt. Dieses Verfahren ist gemäß DIN 488 und DIN 4099 für Bewehrungsstäbe der Durchmesser 6-28 mm zugelassen und gilt als sicherstes Schweißverfahren überhaupt. Das Abrennstumpfschweißen zeichnet sich durch die besonders homogene Verbindung beider Stabenden aus.
Die Tragfähigkeit der Verbindung unter vorwiegend ruhender Belastung entspricht ungeschweißter Stäbe.
Die hergestellten Schweißnähte werden durch die HALFEN Qualitätssicherung entsprechend eines vorgegebenen Prüfrasters kontrolliert. Zudem besitzen wir den Eignungsnachweis gemäß DIN 4099 für das Herstellen von abbrennstumpfgeschweißten Verbindungen. Die verwendete Schweißmaschine entspricht den Anforderungen der DIN 44752.
Warum sind in Balkonplatten, Laubengängen und Loggien Dehnfugen einzuplanen?
Durch Temperatureinwirkung auf die Balkonplatte stellt sich eine Bewegung der Balkonplatte parallel zur Fuge ein – die Platte dehnt sich bei Erwärmung aus und zieht sich bei Abkühlung wieder zusammen. Gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-15.7-238 für HALFEN HIT Iso-Elemente müssen diese Zwangsnormalkräfte, die durch die Temperatureinwirkung auf die Balkonplatte entstehen, in Richtung der Stäbe der Plattenanschlüsse (Hauptbewegungsrichtung) ausgeschlossen werden.
Dadurch sind in den außen liegenden Betonbauteilen rechtwinklig zur Dämmschicht definierte Dehnungsfugen zur Begrenzung der Beanspruchung aus Temperatur einzubauen.
Sind HALFEN HIT Iso-Elemente auch für nicht vorwiegend ruhende Lasten zugelassen?
Nein!
Der Einsatz von HALFEN HIT Iso-Elementen ist gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-15.7.-238 ausschließlich unter vorwiegend ruhende Belastung begrenzt.
Welche maßgeblichen Anforderungen zum Schallschutz werden an HALFEN HIT Iso-Elemente gestellt?
Maßgebliche Anforderungen zum Schallschutz werden gemäß der aktuellen deutschen Normung für Laubengänge gestellt. Diese sind in der DIN 4109 festgeschrieben und betragen für Geschosswohnhäuser erf. L’n,W = 53 dB.
Welche Anforderungen an die bekannten Feuerwiderstandsklassen können HALFEN HIT Iso-Elemente erfüllen?
HALFEN HIT Iso-Elemente können bei Vorliegen der folgenden Feuerwiderstandsklassen eingesetzt werden:
F0: Einbau eines Standardelements – Ausführung mit Kunststoffkappe an Ober- und Unterseite des Elements.
F30: Einbau eines Standardelements – Ausführung siehe F0. Hier ist ein rückversetzter Einbau des Elements zwingend notwendig, d.h. die Styroporkörperebene muss von Mauerwerk o.ä. eingeschlossen werden.
F60: Hier empfiehlt sich der Einbau eines HALFEN HIT Iso-Elements für eine F90-Anforderung - Ausführung mit Brandschutzplatten an Ober- und Unterseite des Elements.
F90: Einbau eines F90-Elements - Ausführung mit Brandschutzplatten an Ober- und Unterseite des Elements.
F120: Einbau eines F90-Elements - Ausführung mit Brandschutzplatten an Ober- und Unterseite des Elements. Unter Beachtung des Gutachtens der MPA Braunschweig: Erhöhte Betondeckung auf Ober- und Unterseite des Balkons erforderlich
Die HALFEN HIT Iso-Elemente sind als thermisch getrennte Konstruktion im Sinne von DIN 4108 Bbl. 2:2004-1 zu sehen. Daher darf bei einer Berechnung eines Gebäudes nach der Energieeinsparverordnung EnEV mit einem pauschalen spezifischen Wärmebrückenzuschlag gerechnet werden. Welche Werte sind aber für die Berücksichtigung der Wärmebrücken bei einer Berechnung eines Gebäudes nach der Energieeinsparverordnung EnEV nach dem genauen Verfahren relevant?
Für eine detaillierte Berücksichtigung von Wärmebrücken nach der Energieeinsparverordnung werden Wärmebrückenverlustkoeffizienten ψ und Temperaturfaktoren f benötigt, die sich in Abhängigkeit von der anschließenden Konstruktion (z.B. Aufbau der Außenmauer) ergeben. Diese Werte sind in der Produktinformation Technik des HALFEN HIT Iso-Element enthalten.
Trittschalldämmelemente
Ist die trittschalldämmende Eigenschaft des Lagers abhängig von der aufgebrachten Belastung?
Ja!
Bei der Planung von Schalldämm-Maßnahmen ist zu beachten, dass die schalldämmende Eigenschaft wesentlich von dem Parameter „Druckspannung des Lagers“ abhängig ist. Die in der ISI-Produktserie verwendeten Lager sind unbewehrte bi-Trapezlager® mit einer mittleren zulässigen Druckspannung von zul. σm = 10 N/mm² bzw. 7 N/mm². Da aber bei Ausnutzung der zulässigen Druckspannung eine ungenügende schalldämmende Eigenschaft des Lagers vorliegt, empfiehlt es sich, die Druckspannungen zu begrenzen. Bei einer Begrenzung der Druckspannung auf 0,3 - 0,7 N/mm² wird die Trittschalldämmwirkung der bi-Trapezlager® optimal ausgenutzt. Dabei ist zu beachten, dass die Nutzlasten im Bereich von Treppenhäusern nach DIN 1055-3 zwar bei 3,0 bzw. 5,0 kN/m² (je nach Nutzung) liegen, diese sehr hohen Werte aber nur in Ausnahmefällen erreicht werden. Wir empfehlen für den Nachweis des Schallschutzes einen deutlich geringeren Wert (0,5 bis 1,0 kN/m²) für die Nutzlast anzusetzen, da die üblichen Belastungswerte in diesem Bereich liegen.
Weitere Informationen über die Bandbreite der schalldämmenden Eigenschaft des bi-Trapezlagers® entnehmen Sie bitte der Produktinformation Technik für HALFEN Schalldämmprodukte.
Können die HTF-Elemente an verschiedene Treppenlaufbreiten angepasst werden?
Ja!
HTF-Elemente gibt es lagerhaltend in zwei Standardlängen – 100 cm und 120 cm Breite.
Bei schmaleren Treppenlaufbreiten als 100 cm können die Elemente an den perforierten Stellen abgelängt werden. Bei breiteren Treppenläufen als 120 cm können die HTF-Elemente durch HTF-LS oder HTF-DS Elemente ergänzt werden (jeweils mit oder ohne zusätzliches Elastomerlager).
HBS-05 Schraubanschluss
Ist HBS-05 auch in Edelstahl lieferbar?
Hierfür muss zwischen den verschiedenen Stabformen des HBS-05-Systems unterschieden werden: bitte hier klicken.
Können die HBS-05-Anschlussstäbe mit einem längeren Gewinden hergestellt werden?
Ja, bis zu einer maximalen Gewindelänge bis zu 200 mm.
Ist ein Drehmomentenschlüssel für die Montage von HBS-05 erforderlich?
Nein ! (für die Standardverbindung)
Die Verbindung ist zu 100 % tragfähig, wenn das Gewinde vollständig in die Muffe eingedreht wird. Daher ist das Aufbringen eines definierten Drehmomentes nicht erforderlich. Diese Montage ohne Drehmomentenschlüssel entspricht auch der bauaufsichtlichen Zulassung Z-1.5-189.
Ausnahme:
Die Gewindebolzen der Positionsmuffen HBS-05-P müssen mit einem definierten Anzugsdrehmoment montieren werden. Anzugsdrehmomente entnehmen Sie bitte der Produktinformation Technik für HALFEN HBS-05 Schraubanschlüsse.
Wie ist die Endverankerung des HBS-Systems zu bemessen?
Der Endanker HBS-05-EA ist so groß dimensioniert, dass er die gesamte Kraft des jeweiligen Bewehrungsstabes über die Kopfflächenpressung im Beton verankern kann. Diese wurde auch in der baaufsichtlichen Zulassung Z-1.5-189 bestätigt. Zur Aufnahme der Spaltzugkräfte, welche durch die Kopfpressung entstehen, müssen jedoch zusätzliche Bewehrungsstäbe im Bereiche der Endverankerung angeordnet werden.
Wie wird die Querkrafttragfähigkeit einer Arbeitsfuge berechnet?
Die Bemessung der Querkrafttragfähigkeit erfolgt gemäß DIN 1045-1;August 2008, Abschnitt 10.3.3 und 10.3.4. Hierfür muss die Oberfläche der Fuge entsprechend folgender Rauigkeitsklassen definiert werden.
Können Bewehrungsschraubanschlüsse von verschiedenen Herstellern miteinander kombiniert werden?
Nein!
Die Muffen und Gewinde der einzelnen Systeme sind genau aufeinander abgestimmt, um die Funktion und die Tragfähigkeit des Bewehrungsanschlusses sicherzustellen. Diese Systeme wurden nur in dieser Kombination getestet und zugelassen. Daher ist eine Mischung verschiedener Bewehrungsanschlüsse nicht zulassungskonform. Auch wenn die Gewindegröße zweier Anschlüsse übereinstimmt, können sich die Gewinde durch die Länge oder die Ausprägung unterscheiden.
Ist HBS-05 auch für nicht vorwiegend ruhende Lasten zugelassen?
Ja !
Durch entsprechende Versuche wurde Die Gültigkeit der Wöhlerlinie für den HBS-05-Bewehrungsanschluss nachgewiesen. Dementsprechend kann der Nachweis gegen Ermüden gemäß DIN 1045-1, Abschnitt 10.8 geführt werden. Gemäß der bauaufsichtlichen Zulasung Z-1.5-189 können hierfür folgender Werte angenommen werden:
• Δ σRsk = 80 N/mm2 für Stabdurchmesser 10 bis 20 mm
• Δ σRsk = 70 N/mm2 für Stabdurchmesser 25 bis 28 mm
Für die Definition der Wöhlerlinie können folgende Werte angesetzt werden:
• N*=2•106
• k1=3,5 bis 2•106 Lastzyklen
• k1=3 von 2•106 bis 2•107 Lastzyklen
• k2=5 gemäß DIN 1045-1, Tabelle 16, Zeile 2
Können handelsübliche metrische Schrauben oder Muttern mit dem HBS-05-System kombiniert werden?
Ja, für die Stabdurchmesser 12 – 20 mm.
Diese Stäbe besitzen metrische Standardgewinde, welche mit handelsüblichen Schrauben kombiniert werden können. Hierbei sind jedoch die Gewindelängen und Einschraubtiefen zu beachten. Die Bemessung dieses Anschlusses erfolgt gemäß DIN 18800.
Nein, für die Stabdurchmesser 25, 28 und 32.
Diese Schraubanschlüsse besitzen ein Sondergewinde, welches nicht kompatibel mit metrischen Standardschrauben ist. Auf Anfrage sind jedoch Sonderlösungen lieferbar.
Manche Stäbe weisen eine verhältnismäßig starke Schweißnaht in der Mitte des Stabes auf. Was hat dies zu bedeuten?
Diese Schweißnaht entsteht durch das produktionsbedingte Verlängern oder Zusammenfügen von Bewehrungsstäben. Hierfür werden die Stabenden stumpf mittels „Abrennstumpfschweißen“ miteinander verschweißt. Dieses Verfahren ist gemäß DIN 488 und DIN 4099 für Bewehrungsstäbe der Durchmesser 6-28mm zugelassen und gilt als sicherstes Schweißverfahren überhaupt. Das Abrennstumpfschweißen zeichnet sich durch die besonders homogene Verbindung beider Stabenden aus.
Die Tragfähigkeit der Verbindung unter vorwiegend ruhender Belastung entspricht ungeschweißter Stäbe. Unter nicht vorwiegend ruhender Belastung wird die Schwingbreite auf ΔσRsk=85N/mm² reduziert.
Die hergestellten Schweißnähte werden durch die HALFEN Qualitätssicherung entsprechend eines vorgegebenen Prüfrasters kontrolliert. Zudem besitzen wir den Eignungsnachweis gemäß DIN 4099 für das Herstellen von abbrennstumpfgeschweißten Verbindungen. Die verwendete Schweißmaschine entspricht den Anforderungen der DIN 44752.
HDB Dübelleiste
Müssen die HDB-Elemente immer von oben eingebaut werden?
Nein, die HDB-Anker sind absolut symmetrisch geformt, sodass die Einbaulage keinen Einfluss auf die Tragfunktion hat. Aus baupraktischen Gründen empfehlen wir jedoch folgende Einbauformen:
• Bis ca. 35cm Bauteildicke sollten Systemelemente (2er und 3er Elemente) verwendet und von oben eingebaut werden. Diese Einbauform ist besonders schnell und einfach. Um die richtige Einbaulage der Anker sicherzustellen, sollten HDB-Klemmleisten verwendet werden.
• Ab Bauteildicke von ca. 35 cm und großen Bewehrungsmengen sollten Komplettelemente verwendet werden, welche vor dem Verlegen der unteren Bewehrungslage mit Abstandhaltern auf der Schalung befestigt werden.
Dürfen unterschiedliche Ankerdurchmesser auf einer Leiste montiert werden?
Nein!
Gemäß der bauaufsichtlichen Zulassungen Z-15.1-213, Abschn. 2.2.1, sowie Z-15.1-249, 264 und 270 ist dies aus Gründen der Einbausicherheit untersagt.
Welche Randbedingungen gelten für die pauschalen Lasterhöhungsfaktoren gemäß DIN 1045-1?
Die pauschalen Lasterhöhungsfaktoren gemäß DIN 1045-1 Bild 44 dürfen unter folgenden Bedingungen verwendet werden:
• das Tragwerk wird durch weitere Wände oder einen Gebäudekern horizontal ausgesteift
• das Stützweitenverhältnis benachbarter Felder liegt in einem Bereich von 0,8 < leff1/leff2<1,25
Wann dürfen die in der Zulassung Z-15.1-213 angegebenen Lasterhöhungsfaktoren β und βred verwendet werden?
Die in der Tabelle 1 der bauaufsichtlichen Zulassungen Z-15.1-213 und 264 angegebenen Gleichungen zur Ermittlung der Lasterhöhungsfaktoren und β red dürfen für alle Eck- und Randstützen in horizontal ausgesteiften Gebäuden verwendet werden. Das hierfür erforderliche Biegemoment entspricht dem Einspannungsmoment der Decke in die Stütze. Dieses Einspannmoment kann mit modernen FEM-Programmen unter Berücksichtigung der Steifigkeit der Stütze ermittelt werden.
Ist ein zusätzlicher Querkraftnachweis außerhalb des Durchstanzbereiches erforderlich?
Nein. Der Durchstanznachweis gemäß DIN 1045-1 und der HDB-Zulassungen Z-15.1-213 und 264 berücksichtigt den Übergang vom Durchstanzen zur Querkrafttragfähigkeit. Somit wird sichergestellt, dass der Beton außerhalb des durchstanzbewehrten Bereiches die Lasten ohne Querkraftbewehrung aufnehmen kann.
Ist der Einsatz von HDB- Elementen auch in Erdbebenzonen zulässig?
Ja. Gemäß DIN 4148, Abschnitt 8.4 „Besondere Regelungen für Pilz- und Flachdecken“ sind Doppelkopfanker als Durchstanzbewehrung in erdbebengefährdeten Gebäuden zulässig.
Wie wird die HDB-Durchstanzbewehrung Erdbebengebieten bemessen?
Gemäß DIN 4148, Abschnitt 8.4 sind alle Plattenanschlüsse mit einer konstruktiven Querkraftbewehrung auszuführen, um ein sprödes Querkraftversagen zu vermeiden. Dies gilt auch für alle Durchstanzbereiche von Flachdecken. Darüber hinaus gelten für Gebäude der Duktilitätsklassen 2 und 3 sowie Gebäude, welche nicht gemäß Abschnitt 8.2(6) überbemessen wurden, spezielle Bemessungsregeln für die Durchstanzbewehrung:
• Der maximale axiale Ankerabstand wird auf 0,75 x Bauteildicke begrenzt.
• Die Mindestlänge des durchstanzbewehrten Bereiches beträgt 3,5 x Bauteildicke vom Stützenrand.
• Die Bemessung erfolgt für den außergewöhnliche Lastfall mit reduzierten Teilsicherheitsfaktoren
• Auf der sicheren Seite liegend wird der Wert vRd,max nach DIN 1045-1 ermittelt. (Vorfaktor 1,5 statt 1,9 gemäß Zulassung)
Das HDB-Bemessungsprogramm berücksichtigt diese speziellen Bemessungsregeln, wenn die „konstruktive Durchstanzbewehrung gemäß DIN 4149“ aktiviert wurde. Somit ist kein zusätzlicher Nachweis für die Erdbebenbemessung im Durchstanzbereich erforderlich.
Wie ist der Ermüdungsnachweise im Falle dynamischer Lasten im Durchstanzbereich zu führen?
Der Nachweis gegen Ermüden wird in Anlehnung an DIN 1045-1, Abschn. 10.8.3 und 10.8.4 sowie der bauaufsichtlichen Zulassungen Z-15.1-213 und 264 geführt. Dementsprechend werden zwei Nachweise geführt.
Wie können horizontale Leitungen im Beton berücksichtigt werden? (Betonkernaktivierung)
Horizontale Leitungen im Durchstanzbereich von Platten werden in der DIN 1045-1 nicht berücksichtigt. Gemäß den Auslegungsfragen zur DIN 1045-1 und dem Heft 525 sollten solche Leitungen im Durchstanzbereich vermieden werden. Sollte dies aber nicht möglich sein, enthält die Schweizer Norm SIA 262, Abschnitt 4.3.6.2.9 einen Ansatz zur Berücksichtigung dieser Leitungen.
Welche maximalen und minimalen Ankerhöhen sind lieferbar?
Produktionsbedingt sind folgende maximalen Ankerhöhen in mm herstellbar: bitte hier klicken.
Für eine Angabe zu den minimalen Ankerhöhen nehmen Sie bitte Kontakt zum International CompetenceCenter Technology, +49 (0) 2173 970 9031 auf.
HCC Stützenschuh
Welche Daten und Randbedingungen müssen für eine konkrete Bemessung von HCC Stützenschuhanschlüssen vorliegen?
Folgende Informationen müssen vorliegen:
• Geometrie des Anschlussbereiches (Stützengröße, Fundamentabmessungen etc.)
• Betonfestigkeitsklasse der Stütze und der Fundamente
• Lastangaben am Anschnitt Stütze / Fundament bzw. Stütze / Stütze für maßgebliche Lastkombinationen
Wie wird die Feuerwiderstandsklasse des Stützenanschlusses mit dem HALFEN-Stützenschuh HCC klasifiziert?
Gemäß eines durch die HALFEN GmbH beauftragten Gutachtens erfüllen Stahlbetonstützen in Verbindung mit HALFEN-Stützenschuhen der Reihe HCC sowie HCC M ohne weitere Maßnahmen die Anforderungen der Feuerwiderstandsklassen F90 sowie F120 nach DIN 4102-2. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die gesamte Stütze gemäß DIN 4102-4 bemessen wurde und die HALFEN-Stützenschuhe am Stützenfuß in der Einbaulage gemäß der Typenprüfung Nr. 03.30 eingebaut wurden.
Sind die Ankerbolzen HAB S bzw. HAB H auch in Edelstahl oder verzinkt lieferbar?
Der HAB-S-Ankerbolzen ist auch in Edellstahl lieferbar. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, den Stab zweiteilig herzustellen. In diesem Fall wird ein Stab aus Betonstahl mit einen Gewindestab aus BSt 500 NR durch Abbrennstumpfschweißen verbunden. Diese Lösung ist auch für den HAB-H-Ankerbolzen möglich. Weiterhin können die HAB-Ankerbolzen auch galvanisch verzinkt werden.
Wann sollten HAB S- oder HAB H-Ankerbolzen verwendet werden?
Der HAB-H-Ankerbolzen wurde speziell für die Verankerung in Fundamenten oder Bodenplatten entwickelt. Durch den aufgestauchten Kopf kann die Verankerungslänge wesentlich verkürzt werden. Die Bemessung dieses Ankers erfolgt anhand des Betonausbruchs. Der HAB-S-Anker leitet die Kräfte durch Übergreifung mit der Bauteilbewehrung oder seiner Verankerungslänge in das darunter liegende Bauteil weiter. Diese Übergreifung bzw. Verankerung wird entsprechend der DIN 1045-1 bemessen. Dementsprechend ist es auch möglich, die erforderlichen Längen durch Winkelhaken oder Schlaufen zu verkürzen. Auf Anfrage sind auch vorgebogene HAB-Ankerbolzen lieferbar.
Ist der Zentrierstab beim HCC unbedingt erforderlich ?
Ja, denn er verhindert ein Verdrehen des Stützenschuhs in der Stütze. Wenn aus geometrischen Gründen die Zentrierstäbe in der Mitte der Stütze kollidieren, muss ein Verdrehen durch geeignete Maßnahmen verhindert werden. Auf Anfrage können wir Ihnen hierzu verschiedene Lösungen anbieten.
HSC Stud Connector
Wann müssen vertikale Bügel in einer Konsole angeordnet werden und wann horizontale?
Vertikale Bügel werden bei einem Verhältnis aus Lastangriffspunkt zu Konsolhöhe ac/hc > 0,5 erforderlich. Ist das Verhältnis kleiner als 0,5, so werden horizontale Bügel zum Abtrag der Spaltzugkräfte verwendet.
Welchen lichten Abstand benötigt man zwischen den HSC Ankerköpfen, um das Eindrehen noch gewährleisten zu können?
Es muss sichergestellt werden, dass mindestens 20 mm oder, falls es sich um einen Stab mit einem Durchmesser von 25 mm handelt, mindestens 25 mm lichter Abstand zwischen den Ankerköpfen vorhanden ist.
Wie führe ich eine verzahnte Fuge aus?
Die verzahnte Fuge ist bei einer nachträglich betonierten Konsole gemäß den Vorgaben aus Bild 35 der DIN 1045-1 herzustellen. Dazu können auch Holzleisten verwendet werden.
Es liegt eine kurze Konsole vor, aber es werden keine horizontalen Bügel ausgegeben. Warum?
Horizontale Bügel werden bei kurzen Konsolen erst dann erforderlich, wenn die einwirkende Vertikallast 30% der Tragfähigkeit der Druckstrebe VRd,max übersteigt.
Es liegt eine lange Konsole vor, aber es werden keine vertikalen Bügel ausgegeben. Warum?
Vertikale Bügel werden bei langen Konsolen erst dann erforderlich, wenn die einwirkende Vertikallast die Betontragfähigkeit VRd,ct übersteigt.
Obwohl die Berechnung mit der HSC-Software keine erforderlichen Bügel ausgibt sieht man in der Systemausgabe einen Bügel. Woran liegt das?
Dieser Bügel um die HSC Ankerköpfe ist gemäß der Zulassung erforderlich, um die dort auftretenden Spaltzugkräfte aufnehmen zu können.
HSD Schubdornsystem
Welche Daten und Randbedingungen müssen für eine konkrete Bemessung von Querkraftdornen vorliegen?
Folgende Informationen müssen vorliegen:
• Geometrie der zu verbindenden Bauteile
• Betonfestigkeitsklasse
• Betonüberdeckung
• Lastangaben (Schnittgrößen im Fugenbereich)
• Fugengeometrie (Länge, Breite)
• Ist ein Brandschutz der Fuge erforderlich?
• Angaben zu eventueller erf. Querverschieblichkeit
Sind die HSD Querkraftdorne bauaufsichtlich zugelassen?
Eine gültige bauaufsichtliche Zulassung existiert für die HSD-CRET Schwerlastdorne und steht als PDF-Datei im Internet zum Download bereit. Einzelschubdorne unterliegen nicht einer bauaufsichtlichen Zulassungspflicht.
Können in Bauteilfugen HSD-Querkraftdorne in F90 ausgeführt werden?
Zur Erlangung der Feuerwiderstandsklasse F90 bietet HALFEN für das gesamte Dornsortiment Brandschutz-manschetten in den Dicken von 20 mm und 30 mm an. Diese können entsprechend der gegebenen Fugenbreite beliebig kombiniert werden.